OPG beim Zahnarzt: Kosten, Abrechnung und was Patienten wirklich zahlen müssen
Ein Panoramaröntgen (OPG) ist eine der häufigsten bildgebenden Untersuchungen in der Zahnarztpraxis. Hier erfahren Sie klar und praxisnah, welche Kosten auf Sie zukommen können, wann die Krankenkasse zahlt und wie sich OPG-Preise von 2D- zu 3D-Verfahren unterscheiden.
Was ist ein OPG (Orthopantomogramm)?
Ein OPG (Orthopantomogramm, auch Panoramaröntgen) ist eine zweidimensionale Panoramaaufnahme des gesamten Kiefers inklusive Zähnen, Kiefergelenken und Kieferhöhlen. Die Untersuchung liefert einen schnellen Überblick zur Diagnostik bei Zahnextraktionen, Weisheitszähnen, Wurzelbehandlungen, Implantatplanung und kieferorthopädischen Fragestellungen.
Wann ist ein OPG medizinisch notwendig?
- Vor größeren Eingriffen (z. B. Weisheitszahnentfernung, Implantatplanung)
- Bei Verdacht auf Kieferentzündungen, Zysten oder Tumoren
- bei kieferorthopädischer Planung oder komplexen Wurzelbehandlungen
- als Übersichtsaufnahme bei neuen Patienten mit unklarem Befund
Ob ein OPG notwendig ist, entscheidet der behandelnde Zahnarzt auf Grundlage der klinischen Fragestellung und Leitlinien.
OPG Zahnarzt Kosten: Übernahme durch gesetzliche Krankenkassen
Für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden OPG-Aufnahmen in der Regel übernommen, wenn die Aufnahme medizinisch notwendig ist. Das bedeutet: Ist das OPG zur Diagnosestellung oder Therapieplanung erforderlich, trägt die Krankenkasse meist die Kosten. Nicht jede routinemäßige Kontrollaufnahme wird automatisch übernommen — die Indikation muss dokumentiert sein.
Praxisinformationen dazu finden Sie z. B. bei Fachseiten wie ECDI oder zahnärztlichen Praxen (Kurth-Zahnarzt).
Kosten für Privatpatienten und Selbstzahler
Privatversicherte und Selbstzahler rechnen OPG-Leistungen meist nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) beziehungsweise nach individueller Praxisvereinbarung ab. Typische Preisspannen für eine 2D-OPG-Aufnahme liegen häufig zwischen ca. 20 und 80 Euro, je nach Praxis, Region und ob zusätzliche Befunddokumentation oder digitale Nachbearbeitung erfolgt.
Wichtig: Bei speziellen Fragestellungen kann eine erweiterte Aufnahmetechnik oder eine ergänzende 3D-Untersuchung (DVT/CBCT) nötig werden — diese sind deutlich teurer (siehe unten).
Welche Faktoren beeinflussen die OPG Kosten beim Zahnarzt?
- Indikation und medizinischer Aufwand (einfaches Screening vs. dokumentierte Befundaufnahme)
- Digitale Nachbearbeitung und Bildarchivierung (DICOM, Patientenausdruck)
- Praxisstandort und regionale Preisunterschiede
- Abrechnung über GKV vs. GOÄ/GOZ oder Privatvereinbarung
- Zusätzliche Beratungs- oder Diagnostikleistungen im Zusammenhang mit dem OPG
OPG vs. DVT (3D-Röntgen): Kosten und Einsatzgebiete
Ein OPG ist eine zweidimensionale Übersichtsaufnahme. Für komplexe Implantatplanungen, präzise Knochenmessungen oder bei Verdacht auf knöcherne Veränderungen ist die Digitale Volumentomographie (DVT bzw. CBCT) die bessere Wahl. DVT liefert einen dreidimensionalen Datensatz, ist aber kostenintensiver.
- OPG: gute Übersicht, schnelle, kostengünstige 2D-Aufnahme (siehe Preisspannen oben)
- DVT/CBCT: 3D-Diagnostik, höhere Auflösung für Knochen und Nervenverlauf; Kosten typischerweise im Bereich von ca. 150–350 Euro oder mehr, je nach Umfang und Region (Quelle)
Warum sind OPG-Geräte teuer — und beeinflusst das die Patientenpreise?
Ein komplettes OPG-/Panoramaröntgengerät kostet eine Praxis je nach Ausstattung zwischen etwa 20.000 und 60.000 Euro. Moderne digitale Systeme, DVT-Einheiten und Software-Lizenzen treiben den Preis weiter in die Höhe. Diese Investitionen fließen in die Praxiswirtschaft ein, werden aber in der Regel nicht 1:1 auf einzelne OPG-Preise umgelegt — stattdessen erfolgt die Abrechnung über die üblichen Gebührenpositionen. Mehr Infos zu Gerätepreisen bieten Hersteller- und Marktplatzseiten (Medizinio).
Praktische Tipps für Patienten: So sparen Sie Kosten oder klären die Abrechnung
- Sprechen Sie im Vorfeld mit Ihrer Praxis: Wird das OPG von der Krankenkasse übernommen? Lassen Sie sich die Indikation kurz erläutern.
- Privatversicherte: Prüfen Sie, welche Leistungen Ihre Police bei Röntgenaufnahmen abdeckt.
- Selbstzahler: Holen Sie bei Bedarf einen Kostenvoranschlag ein — manche Praxen listen Standardpreise auf ihrer Website.
- Vergleichen Sie bei speziellen 3D-Untersuchungen Preise in Ihrer Region oder fragen Sie nach Überweisungen an ein radiologisches Zentrum.
Häufige Fragen (FAQ)
Ist ein OPG schmerzhaft? Nein. Die Aufnahme ist schmerzfrei — der Patient steht oder sitzt und bleibt kurz still.
Wie hoch ist die Strahlenbelastung? Die Strahlenbelastung eines modernen digitalen OPG ist vergleichsweise gering und in vielen Fällen geringer als bei älteren Analogen. Bei Unsicherheiten können Sie Ihre Praxis nach den verwendeten Geräten und Dosiswerten fragen.
Was tun, wenn die Krankenkasse ablehnt? Lassen Sie sich die ablehnende Entscheidung schriftlich geben und fordern Sie eine Begründung. Oft kann der Zahnarzt die Indikation ausführlicher dokumentieren oder ein Widerspruch mit ärztlicher Begründung helfen.
Fazit
Bei der Frage "OPG Zahnarzt Kosten" gilt: Für gesetzlich versicherte Patienten übernimmt die Kasse in der Regel das OPG, wenn es medizinisch erforderlich ist. Privatpatienten und Selbstzahler sollten mit Preisen zwischen rund 20 und 80 Euro für eine Standard-OPG rechnen; für 3D-Verfahren (DVT/CBCT) sind deutlich höhere Kosten üblich (ca. 150–350 Euro oder mehr). Weitere Informationen und Praxisbeispiele finden Sie in Fachartikeln wie denen von ECDI oder bei zahnärztlichen Informationsseiten (DentNet).
Am sinnvollsten ist: Vor der Untersuchung kurz mit der Praxis sprechen — so wissen Sie genau, ob und in welcher Höhe Kosten für Sie entstehen.