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Bleaching-Stufen erklärt: Wie viele Farbstufen sind realistisch und worauf kommt es an?

Beim Stichwort „Bleaching Stufen“ geht es um die Frage: Wie viel heller werden meine Zähne wirklich? Dieser Artikel erklärt, wie Farbstufen gemessen werden, welche Methoden welche Ergebnisse bringen und welche Faktoren das Ergebnis beeinflussen.

Was sind „Bleaching-Stufen“ (Farbstufen)?

Mit „Bleaching-Stufen“ ist die Veränderung der Zahnfarbe in definierten Farbschritten gemeint – oft gemessen mithilfe einer standardisierten Farbskala wie dem VITA-Farbschlüssel. Eine Stufe beschreibt eine erkennbare Nuancen-Änderung. In der Praxis sprechen Zahnärzte von „Farbstufen“ oder „Nuancen“, um die Aufhellung vor und nach dem Bleaching zu quantifizieren.

Wie werden Farbstufen gemessen?

  • Visuelle Bestimmung: Vergleich mit einer VITA-Schablone unter standardisiertem Licht.
  • Spektralphotometer / Farbmessgerät: Objektivere Messung, die Unterschiede in Helligkeit (L-Wert) und Farbe (a/b-Werte) liefert.
  • Fotodokumentation: Standardisierte Fotos vor und nach der Behandlung als Ergänzung.

Bei Google-Suchergebnissen und Praxisseiten werden häufig Durchschnittswerte genannt (z. B. 3–9 Farbstufen). Diese Werte variieren je nach Methode und Ausgangszustand.

Welche Methoden gibt es — und wie viele Stufen sind typisch?

  • In-Office (Power-/Laser-Bleaching):

    Durch höhere Konzentrationen an Wirkstoff und ggf. Aktivierung durch Licht/ Laser lassen sich schnelle Ergebnisse erzielen. Typisch: 3–8 Farbstufen, in Einzelfällen bis zu 10–11 Stufen bei günstigen Voraussetzungen.

  • Home-Bleaching (Schienen mit Carbamid- oder Wasserstoffperoxid):

    Schonender, über Tage bis Wochen; Resultate bauen sich auf. Typisch: 2–6 Farbstufen, abhängig von Dauer und Konzentration.

  • Kombinationsbehandlung (Office + Home):

    Vorteil: schneller Start + längere Stabilisierung. Typisch: 4–8 Farbstufen.

  • Internes Bleaching (für wurzelbehandelte Zähne):

    Gezielt für verfärbte, nicht-vitale Zähne. Typisch: 1–4 Farbstufen, je nach Alter der Verfärbung.

  • Over-the-counter-Produkte (Strips, Zahnpasten):

    Geringere Konzentration, weniger exakt. Typisch: 1–3 Farbstufen bei regelmäßiger Anwendung.

Warum unterscheiden sich die Angaben (z. B. 3 vs. 9 Stufen)?

Unterschiede ergeben sich aus mehreren Faktoren:

  • Ausgangsfarbe: Dunkle, stark intrinsisch verfärbte Zähne lassen sich oft weniger stark aufhellen als gelbliche Zähne.
  • Art der Verfärbung: Äußere (extrinsische) Verfärbungen durch Kaffee/Tabak sprechen besser an als innere (intrinsische) Verfärbungen.
  • Enamelldicke und Dentinfarbe: Dünner Zahnschmelz lässt die dunklere Dentinfarbe stärker durchscheinen, was Aufhellung limitiert.
  • Konzentation und Einwirkzeit des Bleachinggels: Höhere Konzentration und längere Einwirkzeit erhöhen Effizienz — aber auch Risiko für Sensibilität.
  • Messmethode: Visuelle Vergleiche sind weniger präzise als digitale Messungen.

Realistische Erwartungen setzen

Wichtig ist, realistische Ziele zu setzen: Nicht jeder Zahn kann „Hollywood-weiß“ werden. Zahnfüllungen, Kronen oder Veneers werden durch Bleaching nicht heller; sie müssen separat angepasst oder ersetzt werden. Ihr Zahnarzt kann mit einer Simulation oder Probeaufhellung einschätzen, wie viele Stufen bei Ihnen erreichbar sind.

Sicherheit und Nebenwirkungen

  • Sensibilität: Vorübergehende Schmerzempfindlichkeit bei Kälte ist häufig, besonders nach intensiven Sitzungen.
  • Gingivale Reizung: Schutzmaßnahmen reduzieren das Risiko, dennoch kann es kurzfristig zu Reizungen kommen.
  • Langzeitfolgen: Bei korrekter Anwendung unter zahnärztlicher Anleitung gilt Bleaching als sicher. Empfohlene Informationsquelle: Bundeszahnärztekammer.

Haltbarkeit und Pflege nach dem Bleaching

Die Aufhellung hält unterschiedlich lang — meist Monate bis einige Jahre. Faktoren, die die Dauer beeinflussen:

  • Rauchen, Kaffee, Tee, Rotwein
  • Mundhygiene
  • Ernährung und Medikamente

Empfehlungen: Vermeiden Sie stark färbende Lebensmittel für 48–72 Stunden nach Behandlung, nutzen Sie fluoridhaltige Zahnpasten und ggf. Aufhellungs-Refreshers (in niedriger Konzentration), die der Zahnarzt empfiehlt.

Kosten und Dauer

Die Preise variieren regional und je nach Methode. Grobe Orientierung:

  • In-Office: höherer Preis, meist eine Sitzung 60–120 Minuten.
  • Home-Bleaching: oft günstiger, Material und Kontrolle durch den Zahnarzt, Tragezeit über Tage bis Wochen.
  • Kombination: entsprechend mittleres bis höheres Budget.

Tipps zur Wahl der richtigen Methode

  • Lassen Sie eine professionelle Farbbestimmung durchführen.
  • Besprechen Sie Vorerkrankungen, Medikamente und Zahnrestaurationen.
  • Fragen Sie nach realistischen Stufen (z. B. „Wie viele Farbstufen erwarten Sie bei meinem Ausgangston?“) und nach Vorher-Nachher-Bildern.

Kurzes FAQ

  • Kann jedes Bleaching gleich viele Stufen erreichen? Nein — Methode, Ausgangsfarbe und Zahnzustand entscheiden.
  • Wie viele Stufen sind sicher in einer Sitzung? Üblich sind 3–5 Stufen ohne übermäßige Nebenwirkungen; stärkere Aufhellung kann in mehreren Sitzungen erfolgen.
  • Werden Kronen heller? Nein, restaurative Materialien ändern ihre Farbe nicht durch Bleaching.

Fazit

„Bleaching Stufen“ sind ein sinnvolles Maß, um Aufhellungsergebnisse zu beschreiben. Realistisch sind je nach Methode und Ausgangszustand zwischen 1 und 11 Farbstufen — typischerweise 2–8 Stufen. Eine zahnärztliche Beratung, genaue Farbmessung und eine individuelle Entscheidung für Methode und Nachsorge sorgen für ein sicheres, zufriedenstellendes Ergebnis.

Weiterführende Informationen und Stellungnahmen finden Sie u. a. bei der Bundeszahnärztekammer und Herstellern von Farbschlüsseln wie VITA.

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