Kosten Bleaching: Preisspanne, Einflussfaktoren und wie Sie sparen können
Wie viel kostet ein Zahnbleaching wirklich? In diesem Ratgeber finden Sie transparente Preisangaben, die wichtigsten Einflussfaktoren, Risiken und praktische Spartipps — damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können.
Ein strahlendes Lächeln ist vielen Menschen wichtig — doch die Kosten für eine Zahnaufhellung (Bleaching) variieren stark. Im Folgenden erfahren Sie, welche Methoden es gibt, welche Preise üblich sind, worauf Sie bei Angeboten achten sollten und wie Sie unnötige Ausgaben vermeiden.
Übliche Preisbereiche je Bleaching-Methode
- In-Office / Power-Bleaching beim Zahnarzt: ca. 250–800 € pro Sitzung. Manche Praxen berechnen pauschal 300–600 €; bei speziellen Systemen (z. B. Philips Zoom) liegen Preise häufig zwischen 250–450 €.
- Home-Bleaching (Zahnarzt angefertigte Schiene mit Gel): ca. 150–400 € für Schiene + Gel (inkl. Anpassung und Kontrolltermin).
- LED-/Kabinett-Bleaching (Sonderanbieter / Studios): oft ab 99 € bis 350 €, manche Ketten bieten Paketpreise (z. B. um 299 €) — Qualität und Wirkstoffkonzentration variieren stark.
- OTC-Produkte (Zahnweiß-Streifen, Schienen, Pasten): 5–60 € — günstig, aber meist schwächerer Effekt und kurzfristiger Nutzen.
- Preis pro Zahn (manche Praxen): ca. 30–70 € pro Zahn bei aufwändiger Einzelnachbearbeitung oder Versorgungen.
Welche Faktoren beeinflussen den Preis?
- Behandlungsart: Professionelle Praxisbehandlungen sind teurer als Selbstbehandlungen mit frei verkäuflichen Produkten.
- Material und Marke: Hochkonzentrierte Bleaching-Gele, bekannte Systeme (z. B. Philips Zoom) und lizensierte Geräte verteuern die Behandlung.
- Region und Praxisprofil: In Großstädten oder renommierten Praxen sind die Preise meist höher.
- Vorbehandlungen: Eine professionelle Zahnreinigung (PZR) ist oft notwendig und kostet zusätzlich (ca. 80–150 €), falls Verfärbungen erst entfernt werden müssen.
- Ausgangsfarbe und gewünschtes Ergebnis: Tiefe Verfärbungen benötigen mehr Sitzungen oder stärkere Mittel.
- Anzahl der Zähne / Umfang: Vollständige Frontzahnaufhellung kostet mehr als lokale Aufhellungen.
- Individuelle Anpassung: Maßgeschneiderte Schienen sind teurer, liefern aber oft bessere und gleichmäßigere Ergebnisse.
Was die Krankenkasse zahlt
Bleaching gilt in den meisten Fällen als rein kosmetische Maßnahme. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten üblicherweise nicht. In Ausnahmefällen (z. B. nach Unfällen oder bei bestimmten medizinisch begründeten Verfärbungen) kann eine Teilübernahme möglich sein — sprechen Sie vorher mit Ihrer Kasse. Private Zusatzversicherungen erstatten Bleaching nur in seltenen Tarifen; prüfen Sie Ihre Police.
Sicherheit, Nebenwirkungen und was Sie beachten sollten
- Empfindlichkeit: Vorübergehende Zahnempfindlichkeit gegenüber Kälte/Wärme ist häufig, vor allem nach intensiven Anwendungen.
- Gum Irritation: Kontakt des Gels mit dem Zahnfleisch kann Reizungen verursachen. Professionelle Abschirmung in der Praxis reduziert dieses Risiko.
- Bestehende Restaurationen: Kronen, Veneers oder Füllungen werden durch Bleaching nicht aufgehellt — oft sind Nacharbeiten nötig.
- Kontraindikationen: Schwangere, stillende Frauen und Kinder sollten Bleaching meiden.
- Kurzfristige Ergebnisse: Nach dem Bleaching sind Verfärbungen durch Kaffee, Tee, Rotwein oder Rauchen schneller wieder sichtbar — Nachsorge wichtig.
Tipps zur Kostenkontrolle und sicheren Auswahl
- Wählen Sie eine Erstberatung beim Zahnarzt: Gute Praxen bieten Aufklärung und oft eine Vorab-Farbkontrolle an — das lohnt sich.
- Vergleichen Sie keine Dumping-Preise ohne Leistungserklärung: Sehr niedrige Preise können mit minderwertigen Gelen oder unsicherer Anwendung einhergehen.
- Prüfen Sie Kombinationen: Manchmal ist Home-Bleaching mit professionell angepasster Schiene günstiger bei vergleichbarem Endergebnis.
- Nutzen Sie Studentenzahnkliniken oder Unikliniken: Hier sind Behandlungen häufig deutlich günstiger, wenn auch mit längeren Wartezeiten.
- Planen Sie Nachbesserungen ein: Manche Anbieter haben Follow-up-Angebote oder Preisnachlässe für Touch-ups.
Praxisbeispiel (orientierende Kostenübersicht)
- Beratung + PZR: 80–200 €
- In-Office-Bleaching (1 Sitzung): 300–600 €
- Home-Bleaching (Schiene + 2 Gels): 150–350 €
- OTC-Whitening-Streifen: 10–30 €
Fazit — lohnt sich das Bleaching?
Ein professionelles Bleaching bringt in der Regel verlässlichere, gleichmäßigere und länger anhaltende Ergebnisse als frei verkäufliche Produkte — kostet aber entsprechend mehr. Wer Wert auf Sicherheit, medizinische Kontrolle und ein vorhersehbares Ergebnis legt, ist beim Zahnarzt in der Regel besser aufgehoben. Wenn Budget eine Rolle spielt, ist Home-Bleaching mit zahnärztlicher Begleitung ein guter Kompromiss.
Weiterführende Links
- BARMER: Informationen zum Bleaching
- Beispiel: Paketpreise Anbieter
- Preisübersicht & Preisfaktoren (Beispielpraxis)
Häufige Fragen (Kurzantworten)
- Wie lange hält das Ergebnis? Oft 6–24 Monate, abhängig von Lebensstil (Rauchen, Ernährung) und Nachsorge.
- Ist Bleaching schädlich? Bei fachgerechter Anwendung gilt Bleaching als sicher; Nebenwirkungen sind meist vorübergehend.
- Kann ich Veneers bleichen? Nein — künstliche Restaurationen bleiben in der Farbe unverändert.
Wenn Sie möchten, kann ich einen Vergleichs-Checklist erstellen, die Sie direkt zu Praxisgesprächen mitnehmen können — mit Fragen zu Leistung, Wirkstoff, Dauer und Kostenaufstellung.
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