Zahnspange von der Steuer absetzen: So funktioniert's
Hast du schon einmal über die steuerliche Absetzbarkeit von zahnmedizinischen Kosten nachgedacht? Wenn du oder dein Kind eine Zahnspange benötigt, kann das nicht nur gesundheitliche Vorteile bringen, sondern auch steuerliche Erleichterungen. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige, um die Kosten für deine Zahnregulierung von der Steuer abzusetzen.
Warum ist die Absetzbarkeit von Zahnspangen so wichtig?
Kieferorthopädische Behandlungen, insbesondere die Anpassung von Zahnspangen, können erhebliche Kosten verursachen. Eine Zahnspange kann je nach Art und Behandlungsdauer mehrere tausend Euro kosten. Daher kann es eine große finanzielle Entlastung sein, wenn man einen Teil der Kosten von der Steuer absetzen kann.
Wer kann die Kosten absetzen?
Sowohl Erwachsene als auch Kinder können die Ausgaben für eine Zahnspange unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich geltend machen. Wichtig ist, dass die Behandlung medizinisch notwendig ist. Wenn die Zahnspange aufgrund von kieferorthopädischen Problemen, die gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen, verordnet wird, gelten die Kosten als außergewöhnliche Belastung.
Welche Kosten sind absetzbar?
Um die Kosten für die Zahnspange steuerlich absetzen zu können, sind verschiedene Posten relevant:
- Behandlungskosten: Die Gebühren des Kieferorthopäden, die für die Anpassung und die regelmäßigen Kontrollen anfallen.
- Materialkosten: Material für die Zahnspange selbst, zum Beispiel für feste oder lose Apparaturen.
- Erstuntersuchung und Diagnostik: Kosten, die für die erste Untersuchung sowie die notwendigen bildgebenden Verfahren (z.B. Röntgen) anfallen.
- Zusätzliche Behandlungen: Falls weitere Behandlungen notwendig sind, wie z.B. Zahnreinigungen oder zusätzliche Schienen, sind deren Kosten ebenfalls absetzbar.
Wie erfolgt die steuerliche Absetzung?
Die steuerliche Absetzung der Kosten für eine Zahnspange erfolgt in der Regel über die außergewöhnlichen Belastungen in der Einkommensteuererklärung. Hier sind die Schritte, die du befolgen solltest:
- Belege sammeln: Halte alle Rechnungen und Belege über die Zahlung für die Zahnspange sorgfältig fest.
- Steuererklärung einreichen: Trage die Gesamtkosten für die Zahnspange in die entsprechende Zeile deiner Steuererklärung ein. Du musst also nachweisen, dass die Behandlung notwendigerweise medizinisch bedingt war.
- Persönlicher Freibetrag: Beachte, dass nicht alle Kosten sofort vollständig erstattet werden. Der Fiskus zieht einen Teil der Kosten als zumutbare Eigenbelastung ab. Der verbleibende Betrag kann dann von deiner Steuerlast abgezogen werden.
Worauf sollte man achten?
Es gibt einige Punkte, die du bei der steuerlichen Absetzung beachten solltest:
- Ärztliche Verordnung: Eine ärztliche Bestätigung, dass die Behandlung notwendig ist, sollte immer vorliegen.
- Versicherungsleistungen: Wenn deine Krankenversicherung einen Teil der Kosten übernimmt, musst du diesen Betrag bei deiner Steuererklärung abziehen.
- Fristen: Achte darauf, alle Belege innerhalb der gesetzlichen Fristen einzureichen – typischerweise bis zum 31. Mai des Folgejahres.
Fazit: Lass dich beraten!
Die Absetzbarkeit der Kosten für eine Zahnspange kann eine erhebliche finanzielle Entlastung darstellen. Empfehlenswert ist es, sich vor der Antragstellung umfassend beraten zu lassen, um alle relevanten Punkte zu beachten und keine Möglichkeiten zur Kostenersparnis ungenutzt zu lassen. Im Zweifel hilft ein Steuerberater, die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.
Für weitere Informationen oder spezifische Fragen zur steuerlichen Absetzbarkeit von Zahnspangen kannst du auch die Website des Kieferorthopäden deiner Wahl konsultieren.
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