Was kostet Bleaching für die Zähne? Preise, Methoden und clevere Spartipps
Sie wollen weißere Zähne, wissen aber nicht, was ein Bleaching kostet? Dieser Artikel erklärt verständlich die gängigen Methoden, realistische Preisbereiche, Einflussfaktoren, Risiken und wie Sie dabei Geld sparen können — inklusive praktischer Tipps für die Auswahl der richtigen Behandlung.
Überblick: Was kostet Bleaching für die Zähne?
Die Kosten für ein Zahnbleaching hängen stark von der Methode und dem Anbieter ab. Als Orientierung gilt in Deutschland (Stand 2024/2025):
- Professionelles In‑Office‑Bleaching (in der Praxis, 1–2 Sitzungen): ca. 300–800 €
- Home‑Bleaching (Zahnschiene vom Zahnarzt + Bleichmittel): ca. 150–450 €
- Over‑the‑counter Produkte (Stripps, Whitening‑Kits aus der Drogerie): ca. 10–80 €
- Einzelzahnaufhellung (z. B. devitaler Zahn): ca. 30–100 € pro Zahn zusätzlich
Diese Spannen erklären, warum Sie sehr unterschiedliche Preisangaben finden: von günstigen Drogerie‑Produkten bis zu intensiven, ärztlich überwachten Sitzungen beim Zahnarzt.
Welche Methoden gibt es und wie beeinflussen sie den Preis?
1) In‑Office‑Bleaching (Praxisbleaching)
Vorteile: schnelle Ergebnisse (meist sichtbare Aufhellung nach 1 Sitzung), professionelle Überwachung, individuell angepasste Therapie. Nachteile: höherer Preis, mögliche temporäre Sensibilität.
Preisfaktor: Gerätetechnik (Laser/LED), eingesetztes Bleichgel (Konzentration), Dauer und Erfahrung des Behandlers.
2) Home‑Bleaching (mit individueller Schiene)
Vorteile: günstigere Langzeitpflege, kontrollierter Aufbau der Aufhellung, geringere Sensibilität möglich. Nachteile: dauert mehrere Tage bis Wochen.
Preisfaktor: Anfertigung der Schiene, Menge/Art des Gels, Anzahl der Nachfüllungen.
3) Over‑the‑counter (Drogerie, Online)
Vorteile: sehr günstig, keine Praxisbesuche. Nachteile: meist schwächere Wirkung, rechtliche Beschränkungen für höhere Peroxidkonzentrationen in der EU, Risiko unsachgemäßer Anwendung.
4) Einzelzahnbleaching (internes Bleaching)
Für wurzelbehandelte Verfärbungen gibt es die interne Aufhellung. Dies ist oft günstiger pro Zahn, kann aber mehrere Sitzungen erfordern.
Welche Faktoren treiben die Kosten?
- Behandlungsform: In‑Office > Home‑Bleaching > OTC.
- Anzahl der Zähne / Flächen: Komplettfront kostet mehr als nur einzelne Zähne.
- Vorbehandlung: Professionelle Zahnreinigung (PZR) wird oft empfohlen und kostet 60–150 € extra.
- Materialqualität & Hersteller: Hochwertige Gels, modernere Lampen und renommierte Marken erhöhen den Preis.
- Standort & Praxis: Großstadtpraxen und spezialisierte Kliniken verlangen meist höhere Honorare.
- Zusatzleistungen: Sensibilitätsbehandlung, Versiegelungen oder Nachkontrollen können extra berechnet werden.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
In Deutschland sind kosmetische Zahnaufhellungen in der Regel keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Nur bei medizinischer Notwendigkeit (z. B. Verfärbung nach Trauma bei beeinträchtigter Funktion) kann eine Kostenübernahme geprüft werden — meist bleibt Bleaching privat zu zahlen. Private Zusatzversicherungen decken selten reine kosmetische Behandlungen; prüfen Sie Ihre Police.
Sicherheit & Rechtliches
- Produkte mit höheren Peroxidkonzentrationen dürfen in der EU meist nur durch Zahnärzte angewendet werden. Frei verkäufliche Produkte sind reguliert und meist schwächer.
- Mögliche Nebenwirkungen: vorübergehende Zahnempfindlichkeit, Zahnfleischreizungen. Diese lassen sich oft mit richtigem Vorgehen minimieren.
- Vor jeder Aufhellung ist eine zahnärztliche Untersuchung sinnvoll, um Karies, defekte Füllungen oder freiliegende Zahnhälse auszuschließen.
Wie lange hält das Ergebnis und welche Folgekosten entstehen?
Das Ergebnis ist individuell: Häufig hält die Aufhellung 6 Monate bis mehrere Jahre, je nach Ernährungs‑ und Trinkgewohnheiten (Kaffee, Tee, Rotwein, Tabak) und der Mundhygiene. Viele Patient:innen zahlen für Nachbesserungen oder Auffrischungen (Home‑Kits oder einzelne Praxistermine), etwa alle 12–24 Monate.
Praktische Spartipps ohne Qualitätseinbußen
- Lassen Sie sich vorab beraten und fordern Sie einen schriftlichen Kostenvoranschlag.
- Wägen Sie ab: Home‑Bleaching mit individueller Schiene bietet oft das beste Preis‑Leistungs‑Verhältnis.
- Vergleichen Sie mehrere Praxen (Erfahrung, Bewertungen, Beispielbilder).
- Planen Sie eine PZR vor dem Bleaching — das Ergebnis wirkt sauberer und nachhaltiger.
- Achten Sie auf seröse Anbieter: sehr günstige „Wunder‑Sitzungen“ können riskant sein.
Kurze Checkliste vor dem Bleaching
- Beratungstermin beim Zahnarzt vereinbaren
- Zahnstatus prüfen: Karies, Füllungen, Parodontitis ausschließen
- Farbanalyse und realistisches Ergebnis besprechen
- Kostenvoranschlag inkl. möglicher Zusatzkosten verlangen
FAQ — Häufige Fragen kurz beantwortet
Was kostet das günstigste Bleaching? Mit OTC‑Produkten ab ~10 € möglich, medizinisch kontrollierte Home‑Kits beginnen meist bei ~150 €.
Ist Bleaching schädlich? Bei fachgerechter Anwendung sind Risiken gering — temporäre Sensibilität ist die häufigste Nebenwirkung.
Wer darf hochkonzentrierte Produkte anwenden? In vielen Ländern dürfen stärkere Peroxid‑Konzentrationen nur durch Zahnärzte eingesetzt werden.
Fazit
Was ein Bleaching kostet, lässt sich nicht pauschal beantworten — übliche Spannen reichen von wenigen Euro für Drogerie‑Produkte bis zu mehreren hundert Euro für professionelle Lösungen. Entscheidend sind die gewünschte Effektstärke, Sicherheit und die Dauerhaftigkeit des Ergebnisses. Eine persönliche Beratung beim Zahnarzt, eine Vorbehandlung (PZR) und ein schriftlicher Kostenvoranschlag sind die besten Voraussetzungen, um ein gutes Preis‑Leistungs‑Verhältnis zu erreichen.
Weiterführende Informationen: Bundeszahnärztekammer – Informationen zu Bleaching: www.bzaek.de und unabhängige Testergebnisse z. B. bei Stiftung Warentest: www.test.de.