Wie viel kostet ein Steinchen am Zahn? Preise, Risiken und Tipps
Ein kleines Funkeln am Zahn ist ein schneller Weg, dem Lächeln Persönlichkeit zu geben. Doch was kostet ein Steinchen am Zahn wirklich – und lohnt sich der Aufwand? Dieser Artikel erklärt Preis‑Spannen, Unterschiede zwischen DIY und Profi, Risiken und Pflegehinweise.
Was bedeutet „Steinchen am Zahn“?
Mit „Steinchen am Zahn" (auch Zahnschmuck, Teeth Gems oder Zahnsteinchen genannt) sind kleine Schmucksteine gemeint, die sichtbar auf der Zahnoberfläche – meist auf einem Schneidezahn – befestigt werden. Materialien reichen von Kunststoff- oder Glassteinen (imitierte Zirkonia) über Zirkonoxid (Zirkonia) bis zu Gold- oder echten Diamantakzenten.
Übersicht: typische Kosten (Deutschland)
Die Kosten hängen stark von Material, Ort (Stadt/Land), Behandler und ob es ein ärztlicher Eingriff ist. Orientierungswerte:
- DIY-Kits (online): ca. 3–30 € für Sets mit Kleber und Steinen
- Provisorischer Zahnarzt-/Kosmetiktermin (einfache Steine, Zirkonia): ca. 40–100 €
- Hochwertiger Zahnschmuck (Gold, kleine Diamanten, Markenstücke): 100–500 € oder mehr
- Entfernung beim Zahnarzt: ca. 20–80 € (je nach Aufwand und Nachbehandlung)
In vielen Zahnarztpraxen liegen die typischen Standardpreise für ein einzelnes Zirkonia‑Steinchen bei etwa 40–60 €; exklusive Materialerweiterungen oder Spezialarbeiten.
Warum variieren die Preise so stark?
- Material: Kunststoff oder Glas sind günstig, echte Diamanten teuer.
- Fachpersonal: Zahnärztliche Anwendung mit Adhäsivtechnik ist teurer als Anbringen in einem Kosmetikstudio.
- Region: Großstädte rechnen oft höhere Honorare als ländliche Praxen.
- Zusatzleistungen: Politur, Vorbereitung des Zahns oder Entfernung später erhöhen den Preis.
DIY vs. Profi: Vor- und Nachteile
DIY-Kits
- Vorteile: sehr günstig, sofort verfügbar.
- Nachteile: erhöhtes Risiko für unsachgemäße Platzierung, falsche Kleber, Beschädigung des Zahnschmelzes, unhygienische Bedingungen.
Professionelle Anbringung
- Vorteile: schonende Vorbereitung, korrektes Bonding, geringeres Risiko für Karies und Schädigung, professionelle Anleitung zur Pflege.
- Nachteile: höhere Kosten.
So läuft das Anbringen beim Zahnarzt ab
- Untersuchung: Zahn auf Karies oder Risse prüfen.
- Reinigung: Plaque und Beläge werden entfernt.
- Isolierung und Anrauen der Oberfläche (mikro‑Ätzung) für besseren Halt.
- Applikation eines dentinadhäsiven Komposits und Positionierung des Steins.
- Aushärtung mit UV‑Licht und abschließende Politur.
Die ganze Prozedur dauert meist 15–30 Minuten pro Steinchen.
Haltbarkeit und Entfernung
Ein professionell angebrachter Zahnschmuck kann Monate bis mehrere Jahre halten – abhängig von Kauverhalten, Pflege und Material. Wenn Sie den Stein entfernen möchten, sollte dies ebenfalls bei einem Zahnarzt erfolgen, um den Kleber rückstandsfrei zu entfernen und ggf. den Zahn zu polieren. Kosten für die Entfernung: ca. 20–80 €.
Risiken und Nebenwirkungen
- Erhöhte Plaqueansammlung um das Schmuckstück → höheres Kariesrisiko, Zahnfleischentzündungen.
- Mögliche Beschädigung des Zahnschmelzes bei unsachgemäßer Anbringung oder Entfernung.
- Allergische Reaktionen auf Kleber oder Metallbestandteile (selten).
- Bei kieferorthopädischer Behandlung (Brackets) nicht immer empfohlen.
Wer unsicher ist, sollte vorab den eigenen Zahnarzt konsultieren. Offizielle Empfehlungen finden Sie z. B. bei der Bundeszahnärztekammer oder zahnärztlichen Fachgesellschaften (bzaek.de, dgzmk.de).
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Nein – Zahnschmuck gilt als rein kosmetische Leistung. Gesetzliche Krankenkassen zahlen in der Regel nicht. Private Zusatzversicherungen erstatten nur in Ausnahmefällen und bei medizinischer Indikation. Prüfen Sie vor dem Eingriff Ihre Vertragsbedingungen.
Tipps vor dem Kauf / Termin
- Lassen Sie Ihre Zähne vorab untersuchen; kein Zahnschmuck bei aktiven Defekten.
- Fragen Sie nach Material, Haltbarkeit und Entfernungspreisen beim Behandler.
- Vermeiden Sie billige DIY‑Kleber, die nicht für Mundkontakt geprüft sind.
- Planen Sie professionelle Entfernung ein – das spart langfristig Schaden und Kosten.
Fazit: Lohnt sich der Preis?
Ein Steinchen am Zahn ist preislich in vielen Fällen erschwinglich: Für 40–100 € bekommen Sie in einer Zahnarztpraxis einen sicheren, hygienisch angebrachten Zirkonia‑Schmuck. Wer günstiger unterwegs sein möchte, findet DIY‑Optionen ab wenigen Euro, riskiert damit aber Zahnschäden. Hochwertige Materialien (Gold/Diamant) können mehrere hundert Euro kosten. Wichtig ist: Sicherheit und Zahngesundheit sollten Vorrang vor dem Preis haben.
Wenn Sie konkrete Kostenvoranschläge möchten, fragen Sie am besten in 2–3 Praxen in Ihrer Nähe nach (Stadt vs. Umland) und vergleichen Leistung, Material und Zusatzkosten wie Entfernung oder Nachbehandlung.