Steuervorteile: Zahnspange von der Steuer absetzen – So funktioniert's
Zahnspangen sind oft teuer, vor allem wenn es um eine medizinisch notwendige Behandlung geht. Aber wusstest du, dass du die Kosten in deiner Steuererklärung absetzen kannst? Hier erfährst du alles, was du dazu wissen musst.
Warum sind Zahnspangen steuerlich absetzbar?
Zahnspangen werden nicht nur aus kosmetischen Gründen getragen. Oft sind sie medizinisch notwendig, um Fehlstellungen des Gebisses zu korrigieren. In Deutschland können Ausgaben für Gesundheitsmaßnahmen als außergewöhnliche Belastungen steuerlich abgesetzt werden. Dazu zählen auch die Kosten für kieferorthopädische Behandlungen. Diese Regelung erleichtert vielen Familien und Erwachsenen den finanziellen Druck.
Wer kann die Kosten absetzen?
Die Regelung gilt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, die eine Zahnspange benötigen. In vielen Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen einen Teil der Kosten, allerdings ist oft ein Eigenanteil erforderlich. Dieser Eigenanteil kann steuerlich geltend gemacht werden.
Welche Kosten sind absetzbar?
Beim Absetzen der Kosten für eine Zahnspange solltest du folgende Punkte berücksichtigen:
- Behandlungskosten: Alle Kosten, die für die Zahnbehandlung anfallen, können abgesetzt werden. Dazu gehören die Gebühren für die erste Untersuchung, die Diagnostik sowie die eigentlichen Behandlungskosten der Zahnspange.
- Materialkosten: Auch die Kosten für Materialien, die zur Herstellung der Zahnspange verwendet werden, sind absetzbar.
- Follow-up-Behandlungen: Eventuelle Nachbehandlungen oder Kontrollbesuche, die im Zusammenhang mit der Zahnspange stehen, können ebenfalls steuerlich abgesetzt werden.
Wie viel kannst du absetzen?
Der Betrag, den du absetzen kannst, hängt von deinem Einkommen und den gesamten außergewöhnlichen Belastungen ab. In Deutschland gilt die sogenannte Zumutbarkeitsgrenze. Das bedeutet, dass nur der Betrag, der diese Grenze überschreitet, steuerlich geltend gemacht werden kann. Die Zumutbarkeitsgrenze ist abhängig von deinem Einkommen, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder.
Wie gehst du vor?
Um die Kosten für die Zahnspange in deiner Steuererklärung anzugeben, solltest du die folgenden Schritte beachten:
- Belege sammeln: Bewahre alle Rechnungen und Zahlungsnachweise von deinem Kieferorthopäden sorgfältig auf.
- Steuererklärung ausfüllen: Trage die Kosten unter "außergewöhnliche Belastungen" in deine Steuererklärung ein. Für jedes Kind können die entsprechenden Kosten separat aufgeführt werden.
- Zusätzliche Informationen bereitstellen: In einigen Fällen kann es erforderlich sein, auf einem gesonderten Formular weitere Informationen zur medizinischen Notwendigkeit der Behandlung einzureichen.
Beispiele für absetzbare Kosten
Hier sind einige Beispiele für Kosten, die du absetzen kannst:
- Erstuntersuchung durch den Kieferorthopäden (z.B. 150 €)
- Behandlungskosten für feste Zahnspangen (z.B. 2.500 €)
- Kosten für lose Zahnspangen
- Röntgenaufnahmen, die im Rahmen der Behandlung notwendig sind
Was, wenn die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden?
Wenn deine Krankenkasse einen Teil der Kosten erstattet, kannst du nur den Betrag absetzen, den du selbst bezahlt hast. Achte darauf, den Eigenanteil exakt zu dokumentieren und entsprechende Nachweise beizulegen.
Fazit
Zahnspangen sind eine große finanzielle Belastung, besonders für Familien. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass du einen Teil der entstandenen Kosten von der Steuer absetzen kannst. Indem du alle relevanten Belege sammelst und die Kosten in deiner Steuererklärung richtig angibst, kannst du dir einen finanziellen Vorteil verschaffen. Zögere nicht, dich im Zweifel von einem Steuerberater beraten zu lassen, um sicherzustellen, dass du alle Möglichkeiten zur Steuerersparnis ausschöpfst.
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